Beschreibung

«Rechtsquellen Online» dient dem Editionsunternehmen der Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen SSRQ als Fachportal. In Weiterführung der gedruckten Bände werden hier die neu bearbeiteten Editionseinheiten in digitaler Form publiziert.

Das Portal wurde 2011–2015 vom Staatsarchiv des Kantons Zürich im Rahmen des Projekts Elektronische Rechtsquellen-Edition Zürich eRQZH entwickelt. Weitere Ausbauschritte (Registerfunktionen, Mehrsprachigkeit, Responsive Design) sind in Vorbereitung.

Gegenüber der herkömmlichen Buchausgabe mit ihren Registern bietet die digitale Publikation zusätzliche Suchfunktionen sowie Reproduktionen ausgewählter originaler Archivalien. Zudem ermöglicht sie die Vernetzung mit externen digitalen Ressourcen. Auch hat sie den Vorteil, dass bereits abschliessend bearbeitete Editionstexte sukzessive veröffentlicht werden können (noch mit provisorischen Laufnummern).

Das Portal ist eng verknüpft mit den am Projekt beteiligten Archiven. Die Metadaten, formale und inhaltliche Beschreibungen der ausgewählten Quellenstücke, werden dezentral in den Datenbanken der jeweiligen Archive gemäss den dort geltenden Erschliessungsregeln erfasst, unter Berücksichtigung teilweise unterschiedlicher Verzeichnungsrichtlinien. Gleichzeitig erfolgt die Verknüpfung mit den sogenannten Primärdaten (Editionstexte) sowie den digitalen Reproduktionen. Auf diese Weise ist eine nachhaltige Datenpflege durch die Archive, in denen die Originale aufbewahrt werden, gewährleistet. Zudem sind die edierten Stücke auch in den entsprechenden elektronischen Archivkatalogen verfügbar.

Der Import der Daten ins Portal führt die dezentral bearbeiteten Quellenstücke zusammen und strukturiert sie nach Editionseinheiten, dem zentralen Ordnungsprinzip der Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen SSRQ. Wechselseitige Links bei jedem Quellenstück vernetzen das Portal «Rechtsquellen Online» und den entsprechenden Archivkatalog.

Die Edition der Originaltexte erfolgt gemäss den Standards der Text Encoding Initiative TEI im XML-Format (Extensible Markup Language). Dabei werden sowohl bestimmte formale Merkmale wie Zeilen- und Seitenumbrüche sowie alternative Lesungen oder unlesbare Stellen als auch inhaltliche Kategorien (Orte, Personen und Institutionen, Datierungen, Währungen usw.) ausgezeichnet. Dies erlaubt es, die entsprechenden Informationen suchbar zu machen und optisch hervorzuheben.

Für die optimale Darstellung der Quellentexte mit vielfältigen Sonderzeichen wird die von Dalton Maag Ltd, London, eigens für die Rechtsquellenstiftung entwickelte Schrift Lexia Fontes verwendet.

Das Literaturverzeichnis wird dank einer Kooperation der Rechtsquellenstiftung und des Staatsarchivs Zürich mit der Schweizerischen Nationalbibliothek auf der Datengrundlage der Bibliographie der Schweizergeschichte (BSG) erstellt.