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SSRQ ZH NF II/11, Nr. 24 (provisorisch)

Weisung an die Rechenherren zur Prüfung des Begehrens der Gemeinde Unterstrass um Anpassung ihres Einzugsbriefs

1671 Juni 19
  • Regest
    Der Rat der Stadt Zürich weist die durch Verordnete der Gemeinde Unterstrass vorgebrachte Bitte um Erhöhung des Einzugsgeldes und die Klärung respektive Bestätigung anderer Artikel des Einzugsbriefs zur Prüfung an die verordneten Rechenherren. Diese haben dem Rat einen Vorschlag zur Bestätigung zu unterbreiten.
  • Stückbeschreibung
    StAZH A 99.5, Nr. 136
    Original (Einzelblatt)
    Papier
    20.0 x 33.0
    Schreiber: Stadtschreiber von Zürich

Editionstext

Der gmeind an der Underen straaß durch ihre abgeordnete gethanes undertheniges pitten und begëhren umb versterckung ihres ynzugs1 und bestimmung, wann ein vatter mit söhnen, verehlichet oder ledigs standts, zuͦ ihnen zuge, was er für einen derselben bezahlen, auch bestedtigung ihrer harkommenen gwohnheit, daß in ihren haltenden gemeinden ein huß hoffstatt nur ein stimm haben solle etc, ist ledigklich für myn gn h, die verordneten rechen herren, gewißen zur berathschlagung, von dennen eß widerumb für myn gn h, einen ehrsammen rath, zur confirmation gebracht werden soll.2

Actum montags, den 19ten juny anno 1671.3

Coram senatu.

Stattschryber scripsit.

  • Anmerkungen
    1. Die beiden älteren Einzugsbriefe der Gemeinde Unterstrass datieren vom 2. Juni 1593 (StAZH W I 1, Nr. 2457) und vom 5. März 1621 (StAZH A 99.5, Nr. 134). Unter dem jüngeren Datum sind auch Einzugsbriefe für die drei anderen Wachten der Obervogtei überliefert (Original nur für Oberstrass erhalten); inhaltlich stimmen diese vier überein (Oberstrass: StArZH VI.OS.A.2.:6; Fluntern: StAZH A 99.2, Nr. 121; Hottingen: StAZH A 99.2, Nr. 286). Ob der Vorstoss zur Erneuerung des Einzugsbriefes damals von allen vier Wachten gemeinsam ausging, lässt sich nicht klären. Ein älterer Einzugsbrief für Unterstrass aus dem Jahre 1563, auf den die Gemeinde in ihrem Gesuch von 1593 um Anpassung des Einzugsgeldes verweist, ist dagegen nicht überliefert (StAZH A 99.5, Nr. 131). 
    2. Sowohl der Ratschlag der Rechenherren (SSRQ ZH NF II/11, Nr. 25 prov.) als auch der Einzugsbrief (SSRQ ZH NF II/11, Nr. 26 prov.) sind überliefert. 
    3. Ein knapper Eintrag gleichen Datums über die Weisung des Geschäftes an die Rechenherren befindet sich auch im Stadtschreibermanual (StAZH B II 552, S. 128).